Olymic Marina
N 037° 41,9'  E 024° 03,3'

Wir schlafen aus, denn wir haben ja nur einen kurzen Schlag zur Marina Alimos (Athen) vor, wo unser Chartplotter ausgewechselt werden soll (siehe Lefkas). Von unterwegs rufen wir die die Firma Skordilis S.A. (Generalvertretung für Raymarine), um einen Termin zu vereinbaren. Dort weiß zunächst niemand etwas davon, aber nachdem ich mehrere Partner am Telefon hatte, konnte sich einer an das Gerät erinnern. Falls ich eine Reparatur wünschte, müssten die Teile nach England eingeschickt werden, und das dauert mindestens 10 Tage. Der Händler, Herr Vassilis vom Marinepoint in Levkas hatte mir allerdings zugesagt, dass alles vorbereitet sei, die Teile in England bestellt seien und der Einbau eines praktisch neuen Gerätes (bis auf das Gehäuse) in 1/4 Stunde erledigt würde und ich eine Garantie von weiteren 2 Jahren erhalte. Nicht war veranlasst. Auch die tel. Rücksprache mit Lefkas brachte keinen Erfolg. Trotzdem wollte ich Alimos anlaufen, um die Sache persönlich zu klären, aber in der Marina war kein Platz zu ergattern. Auch in Piräus wurde mir abgesagt. Wir klapperten alle, auf der Strecke liegenden Häfen ab, leider ohne Erfolg. Entweder voll oder die Tiefe reichte nicht aus. Was tun? Nach weiteren Telefonaten wurde mir der letzte Liegeplatz in der Olympic Marina, an der südlichen Attikaküste zugesagt. Aber bis dahin waren es noch weitere 3 Stunden. Also Gashebel auf den Tisch und gegen 18 Uhr nach über 60 Meile gaben wir die Leinen über. Ein trostloses Plätzchen ohne Leben. Der Gästesteg verrottet aber es gab wenigsten Strom und Wasser. Inge nahm die Gelegenheit war, es wurde Wäsche gewaschen und natürlich auch das Boot. Wegen der fehlenden Infrastruktur im Hafen machten wir uns nächsten Tag per Pedes auf den 1/2 stündigen Fußmarsch nach Lavrion, Brot kaufen und eine Taverne suchen. Dort, im Industriehafen, hätten wir sicherlich auch einen Platz erhalten, aber so ist es, wenn man sich nicht genügend vorbereitet. Allerdings fraglich, ob wir auch Wasser und Strom erhalten hätten. In einem recht gut aussehenden Lokal am Hafen haben wir dann gegessen, aber Inge musste ihr Suflaki an streunende Hunde verfüttern. Ungenießbar. Hoffentlich haben die Hunde überlebt. Wir wollten mit dem Taxi nach zurück, aber mit Hund?? Unmöglich.

Tempel des Poseidon (Kap Sounion) Marina Olympic
Der Meltemi trocknet die Wäsche in Minuten Hafen Lavrion