Monemvasia
N 036° 41,5'  E 023° 02,5'

Um 8:80 Uhr geht der Anker auf und wir machen uns auf den Weg in die Ormos Vatika, eine Bucht dicht vor dem Kap Maleas, das berüchtigt ist wegen der schwierigen Wind- und Strömungsverhältnisse beim Umrunden. Während auf der Ostseite leichter Wind ist, kann es auf der Westseite mit Sturmstärke so blasen, dass man umkehren muß. Einige Segler berichten von bis zu 4 Anläufen, da man nie weiss was kommt. Uns ist das Wetter hold und mit leichter Brise erreichen wir bereits nach 4 Std. die Bucht und der Wind schläft ein. Noch etwa 6 sm zum Kap und wir versuchen die Umrundung. Es klappt. Das Logbuch sagt "13:20 Uhr Kap Maleas umrundet. Glatte See".
Jetzt sind wir auf der Ostseite und erwarten die hier üblichen südlichen Winde. Weit gefehlt. Nach einigen Meilen frischt der Wind wieder auf und kommt direkt von unserem neuen Ziel, dem Hafen Monemvasia. Aber es sind nur noch 10-12 Meilen und gegen 17 Uhr machen wir an der Mole im nördlichen Hafen fest, nachdem der Anker im südlichen Teil auf dem glatten Felsgrund keinen Halt gefunden hat. Wir sind froh, diese Hürde genommen zu haben, obwohl uns die 58 Meilen in den Knochen stecken. Als wir am  Abend vom Essen zurückkehren tanzt unser Schiff vor der Mole. Der Wind kommt nun aus West mit Wucht über die Berge. Obwohl kaum Anblasstrecke vorhanden ist, wirft die Mole kräftige Wellen zurück unter das Schiff und wir haben eine unruhige Nacht.  
Der nächste Tag ist wieder sehr heiß und wir können uns nicht aufraffen, die historische Altstadt Gefira zu besuchen, obwohl Busladungen von Touristen den Weg in die Autofreie Stadt hinaufpilgern. Am Steg gibt es Wasser und wir befreien Cocco von der Salzkruste. Jetzt wird es eng am Kai und laut, denn es laufen 6 weitere Boote ein. Das Wasser ist klar und ideal zum Baden. Die nächste Nacht wird wieder unruhig, denn gegen 4 Uhr morgens kommt ein Fischer und zwängt sich in mühevoller Manövrierarbeit direkt neben uns. Die Nacht ist für uns vorbei.

Kap Maleas Ein Schluck auf die glückliche Umrundung
Die Altstadt vor dem Monolithen Der Monolith vom Liegeplatz aus gesehen
Ein Dankeschön von dem Fischer