Marsala
N 037° 46,9'  E 012° 25,5'

26.7-
Der Wind steht günstig, so dass wir zwischen 2 Starkwindgebieten im Norden und südlich davon durchlaufen können. Im Hafen gibt man uns Warnungen mit auf den Weg, doch wenn nicht jetzt, dann nochmal 3 Tage warten. Wir legen um 8 Uhr ab, tanken und um 9 Uhr verlassen wir den Hafen. Draußen wird es tatsächlich ungemütlich. Es steht eine schwere Dünung aus Nordwest an und der Wind ist mit 7-8 Kn. zu schwach, um das Schiff zu stabilisieren. Also schaukeln wir die mittlerweile fast 2 m hohen Wellenberge auf und ab. Erst spät am Abend läst der Seegang nach und wir haben eine ruhige Nachtfahrt für die insgesamt 165 sm vor uns. Der Mond verschafft  uns ca. bis 2 Uhr gute Sicht, doch dann wird es dunkel. Bald bemerken wir im Schein unserer Heckleuchte jagende Thunfische in den immer noch relativ hohen Wellen. Dieses faszinierende Schauspiel geht mit Unterbrechungen über Stunden. Später, im Morgengrauen begleitet und eine Schule mit Delphinen, die mit riskanten Manövern quer unter dem Schiff wegtauchen und im Bereich der Schraube wieder auftauchen. Wir laufen nur sehr langsam mit 3-4 Knoten, damit wir nicht zu früh ankommen, doch das ist den schnellen Schwimmern anscheinend zu langsam. Später, mit schnellerer Fahrt noch einmal das gleiche Spiel seitlich am Schiff und vor dem Bug. Die Ägadischen Inseln lassen wir vorsichtshalber an Backbord liegen, wegen der dort ausliegenden Stellnetze für Thunfische. Gegen 1/2 9 Uhr machen wir etwas müde in Marsala fest, frühstücken und holen uns eine Mütze voll Schlaf.

Warten auf den Tankwart Abschied von La Corollo
Die Sonne geht unter und wieder auf

Crew auf Wache

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