Finale Ligure
N 043° 49,0' E 007° 47,0'

12.05.2007
Wir verlassen Alassio mit Ziel Rapallo, auf der anderen Seite des Golfes. Schwacher Wind und hohe Dünung, die genau mit 90° einläuft, machen uns zu schaffen. Nach 25 von insgesamt 46 sm zu unserem Ziel geben wir entnervt auf und laufen zurück nach Finale Ligure, etwa 15 sm nordöstlich von Alassio. Wir versuchen auf allen Kanälen eine Verbindung zum Hafen aufzunehmen. Keine Erfolg. Da wir sowieso tanken müssen, legen wir 12 sm später an der ESSO-Station an. APERTO, aber niemand da. Ich suche den Capitano und man zeigt mit den Weg. Ich muss durch einen verfallenen Geräteschuppen und finde in einem Hinterzimmer den schlafenden Capitano vor laufendem Fernseher. Nun gut, ich fülle das Anmeldeformular aus (der Capitano spricht nur italienisch). Auf der Rückseite ist der Raum für die Crewmitglieder vollgekritzelt mit privaten Notizen. Also alles noch einmal. Er erklärt mir dann mit Händen und Füßen: nur für eine Nacht. Ich will bezahlen, doch dann müsste er alles abschreiben und so liegen wir umsonst. Aber er telefoniert, und als ich zurück zum Boot komme, ist auch ein Tankwart da, der uns bedient. Wir bekommen einen hautengen Platz zwischen 2 Seglern und es wird schwierig, zwischen den engen Mooringleinen hindurch anzulegen.
Unsere Vorräte sind fast aufgebraucht, und so machen wir uns auf den Weg in den Ort. Ein gefährliches Unterfangen, denn auf dem ersten Kilometer gibt es keinen Fußweg und die Italiener fahren schnell. Im Ort suchen wir verzweifelt nach Restaurants. Wir finden drei, doch alles reserviert, auch kein Taxi, das uns zurück bringen kann. Zurück an Bord werden die letzen Spaghetti und Tagliatelle zusammengekratzt, der Schinken aufgeschnitten und wir werden doch noch satt.

Abgelegt mit Ziel Rapallo Angekommen in Finale Ligure
Auf dem Weg vom Hafen in den Ort Baustelle