Porto Corallo (Villaputzu)
N 039° 26,4'  E 009° 38,4'

19.07-24.07
Wir legen gegen 10 Uhr bei klarer Sicht ab und bereits 2 sm später überrascht uns eine Nebelwand. Die Sicht geht gegen Null und wir kommen mit dem Brillenputzen nicht nach. Wir versuchen, das Feld mit Kurs auf die offene See zu umfahren. Es glückt. Nach einer 3/4 Stunde haben wir wieder gute Sicht und laufen bei schwachem Wind mal mit und mal ohne Segel auf Südkurs. Eine Bucht lockt besonders zum Baden und bringt trotz 27° Wassertemperatur etwas Erfrischung.

La Corallo erreichen wir gegen 16 Uhr. Hier herrscht absolute Ruhe. Einige wenige Yachten machen hier Station als Absprung nach Marokko oder Sizilien. Kein Bankautomat in Sicht, kaum Bargeld und wenig Proviant an Bord. Zahlen mit Visakarte ist nicht möglich.
Am nächsten Tag machen wir die Fahrräder klar und machen uns auf den Weg in den nächsten Ort. Es geht bergauf und bergab und nach 6 km schweißtreibender Fahrt erreichen wir bei 35 ° Villaputzu. Kurz vor dem Ort ist der Vorderreifen platt und ich muß schieben. Der Ort ist nicht sehr einladend und nach langer Suche finden wir eine Bank mitten in einer Baustelle. Das Bargeldproblem ist damit erstmal gelöst, aber wie kommen wir zurück? Ein Taxi gibt es im Ort nicht, also mache ich mich zu Fuß auf den Weg. Selten so geschwitzt!!
Jetzt warten wir auf günstigen Wind für die Überfahrt nach Sizilien. Die Temperaturen steigen weiter und erreichen mit 41,5° C am Montag ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 28% relativ niedrig und ich ertrage das Wetter recht gut, nur Inge leidet. Wir rühren uns den ganzen Tag nicht aus dem Cockpit und haben den Wasserschlauch, aus dem heißes Wasser kommt, ständig zum Duschen parat. 

 

Hinter uns die Nebelbank Badebucht mit kristallklarem Wasser
Im Hafen Wasserkühlung?

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