Samos - Agathonisi - Lipsi (Lipso)

Am 18.08. machen wir uns auf nach Samos, um Klaus von der "Alba Blu" zu treffen, der gestern aus Deutschland zurück gekehrt ist. Zunächst wollen wir noch unseren Dieselvorrat auffüllen, doch leider bekommen wir nur 20 l, denn der Diesel ist ausverkauft. Die 15 Meilen nach Samos sind bei raumem Wind schnell geschafft, und kaum sind die Leinen fest, ist Klaus auch schon da, der sein Schiff in der Samos-Marina liegen hat. Uns reicht der Trubel und wir wollen endlich mal wieder in eine Badebucht. Also tanken wir in der Samos-Marina und machen uns am am 21. auf nach Agathonisi (Eselinsel), eine kleine Insel nur 12 Meilen südlich von Samos. Der wieder raume Wind beschert uns eine schnelle Überfahrt und in der Ormos Poros finden wir das Gesuchte. Das Wasser ist zwar mit ca. 23°C ungewohnt kühl, doch wir genießen es nach langer Abstinenz. Leider gibt es keinerlei Versorgungsmöglichkeiten in dieser Bucht und nach 2 Tagen gehen die Vorräte zu Ende. Ich mache mich mit Klaus auf den Weg über den Berg in den nächsten Ort. Was von unten so leicht aussah, stellt sich dann als äußerst anstrengend heraus. Es sind zwar nur 2,5 km bis nach Chorio, dem Hauptort, doch der Berg mit ca. 200 m Höhe macht uns bei der Hitze schwer zu schaffen. Nur Steinbrocken und Gestrüpp, an dem ich mir die Beine aufreiße, geht es vorbei an Ziegenherden und über Steinmauern. Aber wir schaffen es. Ein winziger Laden in dem hübschen Ort versorgt uns mit dem Nötigsten und wir machen uns schnell wieder auf den Rückweg, denn die Fallböen in unserer Bucht lassen uns keine Ruhe. Ein zweites Mal wollen wir die Tour nicht machen und am 25.08 geht mein Anker hoch. Klaus will noch etwas bleiben. Anfangs reicht der Wind mit 5-6 Kn. kaum zum Segeln, aber gegen Mittag brist es auf. Wir messen wieder 25 Kn. in der Spitze und kurz danach beutelt uns auch die Welle. Aber es sind nur knapp 20 Meilen. Debby's Magen entleert sich 2 Mal doch dann ist es geschafft. Gegen 15 Uhr machen wir in  Lipsi an einem massiven Betonsteg fest. Auch hier Fallböen mit 25 Kn., doch wir liegen sicher.

Am Abend wird ein uns unbekannter Heiliger verehrt und die Schönen der Stadt präsentieren sich in antiken Gewändern
Ormos Poros auf Agathonisi
Bergsteigen ist angesagt

Lipso, der Hauptort der Insel mit geschätzten 15-20 Kirchen oder Kapellen Oben im Ort stärken wir uns, auf der Straße sitzend, mit geschmorter Ziege

Am nächsten Tag kommt auch Klaus nach. Im Hafen sind wir starken Fallböen ausgesetzt, die bis spät  in die Nacht für Unruhe sorgen und am späten Vormittag wieder einsetzen. Die Versorgung im Ort ist gut und wir decken uns mit allem Nötigen ein. Die Straßentaverne oben im Ort, Manolis tastes, wird unser Standardlokal. Etwas Aufregung gibt es, als wir morgens feststellen, das unser Dinghi abhanden gekommen ist. Alles Suchen ist vergebens. Am Abend frage ich bei der Cost Guard nach, tatsächlich hat ein Fischer das Boot aus dem Wasser gefischt. Gegen eine gute Belohnung liegt es nun wieder an meinem Schiff.  

Leider müssen wir am 28.08, wie alle anderen Boote auch, den Hafen verlassen, weil eine große Flotille von Regattaschiffen angekündigt ist. Nur eine Meile südlich finden wir in der großen Bucht Ormos Katsoudia (Lira-Reede) freie Mooringbojen und machen fest. Die Bucht ist gut geschützt und wir liegen komfortabler als im Hafen.

Restaurant mit Badestrand Im Ort
Lira-Reede