Kusadasi, Vorbereitung für's Winterlager

Zurück in Kusadasi erhalten wir einen guten Platz mit reichlich Raum an beiden Seiten. Das Bakschisch ist wohl in Erinnerung geblieben. Hier ist es mit über 30°C wieder fast zu warm für die anstehenden Arbeiten. Hier gibt es eine große, deutschsprachige Fraktion mit mindestens 20 Booten. Mit reichlich Pausen beginnen wir mit den Aufräum- und Reinigungsarbeiten die unterwegs auf der Strecke geblieben sind. Hier kommt manches zum Vorschein, was schon in Vergessenheit geraten war. Unser Ansinnen, das Boot im Wasser zu lassen, haben wir auf gegeben nachdem wir eine Maus an Bord entdecken mussten. 

Der Freitagsmarkt (Pazar) in Kusadasi ist neben dem in Söke einer der größten der Region und ist ein Muß für alle Touristen. Er bietet im Gegensatz zum Mittwochsmarkt (Textilien) nur Produkte der umliegenden Bauern. Wir müssen trotz Beschreibung lange suchen. Nach mehrmaligem Fragen finden wir ihn ganz oben auf dem Hügel und unsere Fahrräder sind nur eine Last. Er zieht sich auf eine Länge von ca. 1 km hin und es scheint, als decken sich die Einheimischen für Wochen ein. Die Pracht ist für alle Sinne ein Erlebnis. Einmal die Woche kommen die Bauern aus der Umgebung mit Minibussen oder Traktoren und bieten an, was die Jahreszeit so hergibt. Die Verkäufer sind unbeschreiblich nett und hilfsbereit, ohne aufdringlich zu sein wie man es vielleicht vom klassischen Basar her kennt. Alle Altersgruppen sind vertreten, Großeltern kommen mit ihren Enkeln und nehmen gemeinsam am geschäftigen Treiben teil. Die Preise sind sensationell und die Produkte von erstklassiger Qualität. 

Aktuell brauchen wir nicht viel, doch wir können dem Angebot nicht widerstehen.

 

 z.B.
1 kg Tomaten 1 TL
1 Kg Zwetschgen 1 TL
1 Kg Bohnen 1,5 TL
1 Kg Erdnüsse, geröstet mit Sesamkernen 2TL

1 TL = 0,46 EUR

Eindrücke vom Bauernmarkt in Kusadasi

Eindrücke vom Textilmarkt in Kusadasi  

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Wir haben noch viel Zeit, genießen das herrliche Wetter und räumen das Schiff auf. Alles, was verschollen war, taucht plötzlich wieder auf. Es wird auch der letzte Winkel gereinigt, Gardinen gewaschen, Inventarlisten erstellt usw. aber alles mit entsprechenden Pausen. 
Die letzte Woche vergeht wie im Fluge. Am Steg wird gewaschen und geputzt. Eugen und Margrit von der Carus, eine HR382 aus der Schweiz, organisieren einen Grillabend mit mehr als 20 Leuten. Eine schöne Abschiedsfeier, die wir unter anderem Vorzeichen im April wiederholen wollen.

Am 05.10 ist es dann soweit. Cocco hängt in den Gurten und wird an Land gestellt. Die Winterplane, die uns Illker aus der Marti Marina hierher gebracht hat, wird aufgebaut und am 06.10 landen wir pünklich gegen 1:00 Uhr in Hannover.

Der Alltag hat uns wieder.